Was in Wiefelstede konkret auf den Tisch gehört
Hier stehen die aktuellen Themen, die in der Gemeinde besonders diskutiert werden: Versorgung vor Ort, Schulplätze, Ortsentwicklung und die Frage, wie Beteiligung wirklich organisiert wird.
Der Rat hat beschlossen, dass der EDEKA-Markt am nördlichen Ortsrand ein neues Geschäft zusammen mit ALDI und einem Drogeriemarkt errichten kann. Diese Entscheidung ist knapp, aber demokratisch gefallen.
Für die UWG gehört dazu auch der Blick auf den bisherigen Standort: Wenn der Getränkemarkt dort einziehen kann, bleibt der Bereich weiterhin nutzbar. Genau dieser Zusammenhang wird nach Auffassung der UWG in der Debatte oft ausgeblendet.
Auch die Schließung des KIK-Marktes in der alten Molkerei wird aus Sicht der UWG vorschnell mit dieser Entwicklung verknüpft. Nach Einschätzung der UWG spielen bundesweite Filialschließungen und verändertes Kaufverhalten dabei ebenfalls eine Rolle.
Nach den veröffentlichten Informationen sind die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen, damit am jetzigen ALDI-Standort neue, zeitgemäße Märkte für EDEKA und ALDI entstehen können.
Hinzu kommt nach den veröffentlichten Informationen ein Vertrag mit Rossmann. Das würde den lange gewünschten Drogeriemarkt mit einer attraktiven Verkaufsfläche möglich machen.
Parallel wurde das Verfahren angestoßen, damit der Getränkemarkt in den bisherigen EDEKA-Markt an der Mühlenstraße einziehen kann.
„Ausgeblutet ist der Ort nicht wegen eines einzelnen Standortwechsels, sondern durch lange gewachsene Veränderungen im Handel.“
Die UWG fordert darum eine Debatte, die Ursachen sauber voneinander trennt und praktikable Lösungen für den Ortskern entwickelt.
Wo die UWG jetzt Klarheit einfordert
Bei Schule, Wohnraumentwicklung und Bürgerbeteiligung geht es um Entscheidungen, die Familien und Ortsteile direkt betreffen.
Die Unsicherheit um Gymnasialplätze für Wiefelsteder Kinder zeigt, wie abhängig Familien vom Schulvertrag mit Rastede sind. Die Kündigung zum 31. Dezember 2026 und das veränderte Aufnahmeverfahren haben dieses Problem offengelegt.
Für die UWG ist klar: Ein neuer Schulvertrag muss nicht nur Kosten regeln, sondern Plätze sichern, die Kapazitätsfrage transparent machen und Eltern frühzeitig sagen, worauf sie sich verlassen können.
Die IGS-Debatte soll sachlich geführt werden. Eine Prüfung ist sinnvoll, aber sie darf nicht als schnelle Ersatzlösung verkauft werden, wenn sie den gymnasialen Weg realistisch nicht vollständig ersetzt.
Das Baugebiet in Metjendorf wird nicht grundsätzlich infrage gestellt, aber der Streit um die geplanten Baumfällungen am Metjenweg zeigt: Bürgerbeteiligung darf nicht erst beginnen, wenn die Sägen schon bereitstehen.
Die UWG will, dass ein Fuß- und Schulweg auch ohne unnötige Fällungen ernsthaft geprüft wird. Die auf Herbst 2026 verschobene Entscheidung darf kein politisches Aussitzen auf Zeit werden.
Auch beim Regenrückhaltebecken und bei möglichen Ausgleichsmaßnahmen braucht es nachvollziehbare Kommunikation. Qualität, Schutz und Bürgernähe gehen vor Durchmarschtempo.
Die UWG-Linie in drei Punkten
Kurze Wege beim täglichen Einkauf sind besonders in einer Flächengemeinde wichtig.
Neue Märkte dürfen nicht isoliert betrachtet werden. Die Folgen für den Ortskern müssen eingeplant werden.
Wer Ursachen durcheinanderwirft, löst kein Problem. Die UWG setzt auf nachvollziehbare Argumente.
Die UWG sucht weitere Menschen, die im Ortsrat oder Gemeinderat kandidieren wollen – und freut sich auch über Gespräche mit potenziellen Bürgermeisterkandidaten.
Über das Dialogformular können Sie Ihre Frage zur Positionierung direkt an die UWG senden oder Ihr Interesse an einer Kandidatur melden.
Wie die UWG über Wohnen, Verkehr, Familie, Schule, Finanzen und Feuerwehr denkt, steht ausführlich im Positionspapier.